Häufigkeit von Trockenheitsepisoden in Tunesien steigt

Jedes dritte Jahr ist in Tunesien trocken. Diese Häufigkeit von Trockenheitsepisoden nimmt zu und bedroht 75 Prozent des nationalen Territoriums durch Wüstenbildung, insbesondere in den zentralen und südlichen Regionen des Landes. Dies teilte das Umweltministerium anlässlich des Welttages zur Bekämpfung der Wüstenbildung und der Dürre mit, der jedes Jahr am 17. Juni begangen wird.

Die Dürre ist eines der besorgniserregendsten Klimaphänomene in Tunesien. Sie ist zu einer Realität geworden, deren Auswirkungen sich direkt auf strategische Sektoren wie den Ackerbau, Oliven und Viehzucht auswirken, die von der Höhe der Niederschläge abhängig sind, insbesondere in den zentralen und südlichen Regionen. Statistische Daten zeigen, dass 75 Prozent des Staatsgebietes von Wüstenbildung bedroht sind. Die nationale Strategie zur Bekämpfung der Wüstenbildung (2018-2030) sieht den Schutz von 2,2 Millionen Hektar durch die Umsetzung sektoraler Strategien zum Schutz der Wälder, zur Erhaltung der Gewässer und Feuchtgebiete, zur Anlage von Weideland und zur Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft vor.

Dieser Schritt ist Teil der Bemühungen Tunesiens, sich dem weltweiten Aufruf anzuschließen. der auf der 15. Konferenz der Vertragsparteien (COP15) des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD), dievom 9. bis 20. Mai in Abidjan stattfand und an der Delegationen aus 196 Ländern teilnahmen, ins Leben gerufen wurde. Auf dieser Konferenz wurden 38 wichtige Beschlüsse zur Bekämpfung der Wüstenbildung gefasst, insbesondere zur Zusammenarbeit zwischen den Ländern, um dieses Phänomen wirksam zu bekämpfen.

Die Konferenz rief auch dazu auf, die Fortschritte bei den Verpflichtungen zur Wiederherstellung von Land sowie den politischen und finanziellen Schwung zu überwachen, um den Nationen zu helfen, die verheerenden Auswirkungen der Dürre zu bewältigen und ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken. Globalen Schätzungen zufolge wird die Dürre bis 2030 aufgrund der Verluste, die sie aufgrund geringer Erträge verursacht, häufige Brände und reduzierter Wasserversorgung zu einer Verschlechterung der Sicherheit und des sozialen Friedens führen. Sie wird weltweit 216 Millionen Menschen zur Migration zwingen.

Quelle & Bild: Ministère de l’Environnement

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