Herbst 2021: Wetterradar überwacht das Medjerdabecken

Ein Wetterradar wird installiert und im Herbst 2021 in Betrieb genommen, um die meteorologischen Entwicklungen in einem Teil der Becken der Wadis Medjerda, Melag und Tessa (im Westen und Nordwesten Tunesiens) zu überwachen, kündigte das Landwirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung an, die am Freitag auf seiner offiziellen Seite veröffentlicht wurde.

Deshalb besuchte ein Team französischer Experten für Radartechnologie vom 4. bis 8. Januar 2021 den Standort, an dem das Radar installiert werden soll, und traf sich mehrmals mit tunesischen Experten.

Meteorologische Radare ermöglichen es, Niederschläge zu lokalisieren und ihre Intensität in Echtzeit zu messen. Neben der Niederschlagsintensität liefern diese Systeme durch Ausnutzung des Dopplereffekts auch Informationen über den Wind in Niederschlagsgebieten. Durch den Vergleich einer Reihe von Radarbildern helfen sie den Meteorologen, die Entwicklung einer Störung zu beobachten, ihren Zugweg zu verfolgen, die Intensität des Niederschlags zu bestimmen, Warnungen und Alarme herauszugeben und ihre Vorhersagen zu verfeinern.

Die dem französischen Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Wiederaufbau unterstellte Generaldirektion hatte im Januar 2020 positiv auf eine Anfrage des tunesischen Landwirtschaftsministeriums reagiert, ein hochpräzises meteorologisches Radar einzurichten, dass es ermöglichen würde, Veränderungen in Wadis in Tunesien zu beobachten.

Es ist das französische Unternehmen „NOVIMET“, spezialisiert auf Radarlösungen und Dienstleistungen in der Hydrometeorologie, das das ultrapräzise Radar entwickelt hat, das im Nordwesten Tunesiens installiert werden soll. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums ist es der Finanzierung durch den Fonds zur Unterstützung des Privatsektors (FASEP) zu verdanken, dass dieses Wetterüberwachungsgerät zum Nutzen der tunesischen Behörden entwickelt wurde.

Der Standort für die Installation des Radars wurde nach einer technischen Simulation ausgewählt. Studien und logistische Vorbereitungen haben begonnen, so dass die Installationsarbeiten im März 2021 beginnen können, damit die Anlage im Herbst 2021 in Betrieb gehen kann.

Quelle & Bilder/Grafik: Ministerium für Landwirtschaft