Tunesien: Erweiterte Warnung vor markantem Wetter ab Di., den 24. März 2020

Die gestrige Warnung vor Starkwind, Starkregen und Temperaturrückgang wurde vom Amt für Krisenmanagement erweitert. Die Warnung gilt ab Di., den 24. März 2020, 21 Uhr für die Dauer von 24 Stunden. Erwartet werden zuerst starke Winde, denen intensive und lokal sehr starke Regenfälle mit möglichen Überflutungen folgen werden. Insbesondere die Gouvernorate Monastir und Mahdia (Gefahrenstufe rot) sollen besonders betroffen sein (siehe Titelbild). Es kann örtlich zu Überflutungen kommen, zudem sinken die Temperaturen markant. Ab 700 m ist Schneefall möglich.

Das Wetter wird heute, Dienstag, 24. März 2020, durch starke Winde an den Küstenregionen und im Süden mit Geschwindigkeiten zwischen 60 und 80 km/h gekennzeichnet sein, die vorübergehend in Böen auch 100 km/h erreichen und lokale Sandphänomene erzeugen können.

Ab dem Nachmittag werden in den meisten Regionen vorübergehende Gewitterregen erwartet. Diese Regenfälle werden über Nacht im Norden und im Zentrum intensiv und lokal signifikant sein, wobei die kumulierten Mengen zwischen 30 und 50 Liter/m2 variieren und lokal 70 Liter/m2 erreichen können, insbesondere am morgigen Mittwoch, den 25. März 2020. In den nördlichen und zentralen Regionen ist lokal mit Hagelstürmen zu rechnen.

Besonders morgen wird der Temperaturabfall bemerkenswert sein, wenn die Höchsttemperaturen im Norden und im Zentrum Werte zwischen 8 und 13°C nicht überschreiten werden. Auf den westlichen Höhenlagen werden die Temperaturen maximal 6°C erreichen. Ab 700 m Höhe können Niederschläge auch als Schneen niedergehen. Im Süden ist es mit 2 bis 17°C etwas milder.

Mögliche Folgen:

  • Schäden im öffentlichen und privaten Umfeld (provisorische Bauten, Dächer, Landwirtschaft) können auftreten
  • Behinderungen im Straßenverkehr durch eingeschränkte Sicht
  • Behinderungen im Land-, See- und Lufttransport
  • Keller und tief gelegene Orte können sehr schnell überflutet sein. Starker Regen in einem kurzen Zeitraum können lokal zu ungewöhnlichen
  • Überschwemmungen von Bächen, Gräben und Flutkanälen führen.

Tipps zur Vorsorge:

  • Gesundheitliche und geschwächte Personen: Bleiben Sie in Verbindung mit Ihrem Arzt und bleiben Sie nicht allein!
  • Wenn Sie mit Elekrizität betriebene medizinische Hilfen (Atemgeräte u. ä.) nutzen, sollten Sie Vorkehrungen für den fortgesetzten Betrieb treffen.
  • Treffen Sie Vorkehrungen zum Schutz Ihres Besitzes vor Wind und Wasser
  • Meiden Sie unter allen Umständen fließendes Gewässer, ob zu Fuß oder mit Fahrzeugen! Fahrzeuge, selbst Allradfahrzeuge, können schon ab einer Wasserhöhe von 30 Zentimetern mitgerissen werden!
  • Meiden Sie den Gang in den Keller während starker Regenfälle!
  • Beschränken Sie Ihre Reisen! Teilen Sie bei unbedingt notwendigen Reisen Ihren Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern Abfahrt und Ziel ihrer Reise mit!
  • Begrenzen sie ihre Geschwindigkeit auf Straßen und Autobahnen, insbesondere wenn sie Fahrzeuge oder Gespanne führen, die empfindlich auf die Auswirkungen der Niederschläge reagieren.
  • Vermeiden Sie Aktivitäten an den Küsten und Stränden!

Quelle: Amt für Krisenmanagement, INM