Die Blüte von Phytoplankton im Golf von Gabés im März 2017

Am 18. März 2017 hat das Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) des Aqua-Satelliten der NASA ein naturfarbenes Bild einer scheinbaren Phytoplanktonblüte vor der tunesischen Küste aufgezeichnet. Es ist auch möglich, dass die Verfärbung vom Sediment herrührt.

Phytoplanktonblüte im Golf von Gabés - Foto NASA
Phytoplanktonblüte im Golf von Gabés – NASA image by Jeff Schmaltz, LANCE/EOSDIS Rapid Response. – Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Das Aufsteigen tieferen, nährstoffreiche Wassers kann zu solchen Blüten führen, die dem Leben im Meer eine Nahrungsquelle bieten. Anderenorts wird eine solche Blüte durch Nährstoffe aus Flüssen und Küstenwasserstraßen angeheizt. Die meisten Blüten sind gutartig, aber manche können schädlich werden, wenn sie zu viel Sauerstoff im Wasser verbrauchen oder wenn die Phytoplanktonarten giftig sind.

Näherer Blick auf das Meer, etwa 15 Kilometer südlich der Küstenstadt Zarzis, aufgezeichnet am 9. März vom Multispectral Imager (MSI) auf Sentinel-2
Näherer Blick auf das Meer, etwa 15 Kilometer südlich der Küstenstadt Zarzis, aufgezeichnet am 9. März vom Multispectral Imager (MSI) auf Sentinel-2 – NASA Earth Observatory image by Joshua Stevens, using modified Copernicus Sentinel data (2017) processed by the European Space Agency. Caption by Pola Lem – Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Überfischung und Phosphatverschmutzung durch die Industrie haben den jüngsten Studien zufolge in den letzten Jahren zu einem geringeren Fischfang vor der tunesischen Küste geführt. Ein Anstieg der anorganischen Verbindungen (gefunden in Düngemitteln) wurde mit sporadischen Blüten im Golf von Gabes in Verbindung gebracht. Darüber hinaus erzeugen überdurchschnittlich wärmere Wassertemperaturen und niedrigere Windgeschwindigkeiten in der Umgebung gelegentlich Reifebedingungen für das Wachstum von Phytoplankton.

Quelle: NASA