31.10.2011: Heftige Regenfälle in Nord- und Mitteltunesien – 3 Tote

Heftige, von Gewittern begleitete Regenfälle gingen Ende Oktober 2011 im nördlichen Algerien und Tunesien nieder und kosteten drei Menschen das Leben. Örtlich fielen knapp 150 mm Niederschlag innerhalb von 24 Stunden.

Die Gewitter wurden durch ein kleinräumiges Höhentief initiiert, das am 28. aus einem langwelligen Höhentrog über Westeuropa hervorgegangen war. Es zog mit seinem Zentrum am 29. und 30. über den Norden Algeriens und Tunesiens hinweg Richtung Große Syrte.

Am 30. Oktober 2011 verschob sich der Schwerpunkt der gewittrigen Starkregenfälle in den Norden Tunesiens. In der Hauptstadt Tunis wurden am internationalen Flughafen Carthage innerhalb von 24 Stunden 75 mm Regen gemessen – mehr als nach dem klimatologischen Mittel dort normalerweise im gesamten Monat Oktober zu erwarten ist (67 mm). Am meisten fiel jedoch in Zaghouan, etwa 154 Kilometer südlich von Tunis; dort konnten bis zum 31., 6 UTC 149 mm binnen 24 Stunden registriert werden.

In Zaghouan (nördlich von Sousse) kamen infolge der heftigen Regenfälle zwei junge Menschen, 17 und 21 Jahre alt, ums Leben, als sie versuchten, einen stark angeschwollenen Fluss zu überqueren. Insgesamt forderten die Unwetter drei Todesopfer – eine weitere Frau starb, als sie mit ihrem Auto versuchte, über einen Fluss zu gelangen.
Vielerorts kam es zu Überschwemmungen, einige Straßen und Bahnstrecken – unter anderem von und nach Tunis – mussten gesperrt werden. Auch das Gelände des internationalen Flughafens stand unter Wasser.

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