13.01.2009: Starke gewittrige Regenfälle in Tunesien

Starke und von Gewittern begleitete Regenfälle suchten Mitte Januar 2009 Teile Nordafrikas und Süditalien heim. Örtlich fiel knapp das Doppelte des durchschnittlichen Monatsniederschlags, teilweise kam es zu Überschwemmungen und Erdrutschen.

Am 11. entstand ein zunächst flaches Tiefdruckgebiet über dem Westen Libyens, das auf seinem Weg nach Norden am 12. auf die Vorderseite eines Höhentiefs über Algerien geriet. Das Tief verstärkte sich daraufhin und wies seinen niedrigsten Kerndruck am Abend des 13. mit unter 1000 hPa knapp westlich von Sizilien auf. Während das Höhentief der Frontalzone eingegliedert wurde und als Höhentrog nordostwärts ablief, schwächte sich das Bodentief vom 14. an über der Mitte Italiens merklich ab und löste sich am 15. vollständig auf.
In einem breiten Streifen vom Norden Algeriens und Tunesiens bis nach Süditalien gingen kräftige und zum Teil gewittrige Regenfälle nieder. In der nordostalgerischen Hafenstadt Skikda summierten sich binnen eines Tages bis zum 13., 06 UTC 82 mm, in Annaba im selben Zeitraum 73 mm. In Siliana im Norden Tunesiens wurden 86 mm verzeichnet, in der Hauptstadt Tunis 63 mm. Damit fiel dort innerhalb von 24 Stunden mehr als die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Januar von 60 mm.

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